Küchenfronten streichen: So gelingt die Vorbereitung
Ihre Küche funktioniert noch gut, aber die Fronten passen nicht mehr zu Ihrem Stil? Ein neuer Anstrich kann ihnen ein anderes Aussehen geben. Entscheidend sind das Material, der Zustand der Oberfläche und die passende Vorbereitung. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Küchenfronten prüfen, den geeigneten Küchenmöbellack auswählen und den Anstrich planen.
1. Material und Beschichtung prüfen
Bestehen die Fronten aus Holz oder Melamin, oder sind sie bereits lackiert? Prüfen Sie auch, ob die vorhandene Beschichtung fest sitzt. Lose oder abblätternde Schichten ergeben keine tragfähige Grundlage. Für andere Materialien und beschädigte Beschichtungen beachten Sie die Anwendungshinweise des gewählten Produkts.
2. Finish und Farbton auswählen
Matt, Seidenglanz oder Hochglanz: Wählen Sie zuerst die gewünschte Optik und prüfen Sie anschließend die Produktbeschreibung für Ihre Fronten. Beim matten Küchenmöbellack ist für geeignete Holz- und Melaminschränke keine zusätzliche Grundierung oder Deckschicht vorgesehen. Das ersetzt die Reinigung und Vorbereitung nicht.
Vergleichen Sie Farbtöne möglichst in Ihrer Küche: Tageslicht, Kunstlicht, Arbeitsplatte und Boden beeinflussen den Eindruck. Wenn für Ihren gewählten Farbton eine 10ml-Variante angeboten wird, können Sie damit eine kleine Farbprobe anlegen. Unser Ratgeber erklärt, wie Sie die Farbtester verwenden.
3. Fronten vorbereiten
Entfernen Sie Griffe, wenn sie beim Streichen stören, und schützen Sie angrenzende Flächen. Reinigen und entfetten Sie die Fronten gründlich. Spülen Sie Reinigungsrückstände entsprechend der Anleitung ab und lassen Sie die Flächen trocknen. Glänzende Beschichtungen werden nach den Anwendungshinweisen leicht angeschliffen; entfernen Sie anschließend den Schleifstaub. Prüfen Sie die Haftung an einer unauffälligen Stelle.
4. Farbmenge für Ihre Küche berechnen
Messen Sie die Flächen, die Sie tatsächlich streichen möchten. Zählen Sie auch Kanten, Seiten und gegebenenfalls die Rückseiten der Türen mit. Berechnen Sie den Bedarf anhand der Ergiebigkeit und der empfohlenen Anstriche des gewählten Produkts und runden Sie auf die angebotenen Gebinde auf. Eine pauschale Dosenzahl passt nicht zu jeder Küche.
5. Streichen und Trocknung einplanen
Rühren Sie die Farbe gründlich um. Arbeiten Sie Vertiefungen und Kanten mit einem Pinsel aus und tragen Sie die Farbe auf größeren Flächen mit einer geeigneten Rolle auf. Halten Sie die angegebenen Zeiten zwischen den Anstrichen ein. Berührungstrocken bedeutet noch nicht vollständig ausgehärtet: Beachten Sie vor Montage, Reinigung und voller Beanspruchung die Hinweise auf dem Gebinde.
Sie können die Türen je nach Arbeitssituation eingebaut lassen oder zum Streichen abnehmen. Bewahren Sie Beschläge geordnet auf und planen Sie genügend Platz zum Trocknen ein. Für Wandfliesen benötigen Sie eine getrennte Produktauswahl: Küchenfliesenlack ist eine eigene Produktgruppe. Die Freigabe für Schränke gilt nicht automatisch für Fliesen oder Arbeitsplatten.
Wie man den Küchenmöbellack verwendet